Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich bin eine Placemakerin. Es hat allerdings lange gedauert, bis ich das wusste. Was macht eine Placemakerin? Sie ist eigentlich eine Placelistenerin. Sie spürt Orte auf und hört ihnen zu, erfährt ihre Geschichte und sieht ihre Potenziale. Sie führt die Orte in die Zukunft und beteiligt andere. Sie ist hochzufrieden, wenn diese Orte auch andere Menschen inspirieren und Neues in die Welt bringen. Sie wünscht sich, dass an diesen Orten Gemeinschaften entstehen und das Leben pulsiert.

Meine Premiere als Placemakerin hatte ich im Wintergarten meiner Stuttgarter Privatwohnung. Der wurde bald zu einem Salon für Politik, Kultur und Wirtschaft. Dann lockte Wasan Island, meine kanadische Privatinsel. Um die Jahrtausendwende habe ich sie für Konferenzen meiner Stiftung geöffnet. Bald wurde sie ein internationales Zentrum für soziale Innovationen. Schließlich landete ich mit dem Architekten Volker Donath, meinem Mann, im Havelland. Wir wollten uns im Osten Deutschlands engagieren. Die Placemakerin und der Architekt – eine folgenreiche Symbiose.

Stuttgart und Kanada waren meine Gesellenstücke. Das Havelland hat mir die Meisterprüfung abverlangt. Mein Mann und ich haben gemeinsam vier Bauprojekte in Paretz und Ketzin geplant, durchgeführt, mit öffentlichen Fördermitteln realisiert und einer öffentlichen Nutzung zugeführt.

Ein Abenteuer in vier Akten, über das wir in diesem Magazin berichten. Mit vielen Herzensgeschichten und bewegenden Bildern.

Mögen Sie neugierig auf das Havelland und unsere Orte werden. Sie sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen, bei uns zu tagen oder Kooperationspartner*in zu werden.

Ich freue mich über Ihren Besuch!

Ihre Helga Breuninger