Virtuelles Lernatelier Familie

Unser Anliegen ist es, Pädagogen und Eltern zu unterstützen, Erkenntnisse aus der Bildungs- und Erziehungsforschung in ihrem Alltag umzusetzen. Hierfür nutzen wir die effektive Lehrmethode des Simulationstrainings: wir zeigen Pädagogen und Eltern in kurzen, kommentierten Filmszenen, wie sie Kinder und Jugendliche in ihre Potenziale bringen.

  • Für Pädagogen haben wir die interaktive Lernplattform „souverän führen im Unterricht“ produziert, die wir über den Stiftungsverbund intus3 vertreiben (www.intushochdrei.de).
  • Für Eltern haben wir die „Lernplattform Familie“ in Paretz gedreht. Hier handelt es sich um kurze Filmszenen mit Expertenkommentaren und Interviews. Die Eltern sind professionelle Schauspieler, die Kinder kommen aus Paretz.

Lernplattform Familie

In 10 kurzen, kommentierten Filmszenen (Link kommt noch) erleben Eltern, wie sie in schwierigen Situationen aus der „Erziehung“ in die „Beziehung“ kommen.

Warum Beziehung statt Erziehung?

Kinder und Jugendliche wollen mit den Eltern kooperieren. Sie wünschen sich eine haltgebende und orientierungsweisende Beziehung mit ihren Eltern. Erziehung funktioniert nicht mit mehr über Vorschriften und Verbote. Kinder und Jugendliche fühlen sich zum Widerspruch herausgefordert, gehen aus dem Kontakt oder in die Rebellion. Kinder wollen ernst genommen und an der Lösung von Konflikten im Dialog beteiligt werden. Das stärkt Zuversicht und Konfliktbereitschaft und hilft den Kindern, sich in die Gemeinschaft einzufügen. Dabei geht es immer darum, ver¬schiedene Interessen anzuerkennen, Widersprüche auszuhalten und Kompromisse auszuhandeln. Beziehungsorientierte Eltern werden von den Kindern als unterstützend erlebt. Sie vermeiden den Machtkampf mit ihren Kindern, der immer über die Durchsetzung von Erziehungsprinzipien gegen die Kinder entsteht und zur Entfremdung der Kinder von ihren Eltern führt. Ein gemeinsam gelöster Konflikt dagegen stärkt gleichermaßen das Selbstbewusstsein der Familienmitglieder wie den Familienzusammenhalt.

Was meinen wir mit Beziehung?

Beziehungen verbinden Menschen, stiften Zugehörigkeit und Geborgenheit. In einer guten Beziehung fühlt man sich wertvoll, verstanden, unterstützt und nicht bewertet. Beziehungen entwickeln sich in der Kommunikation und im direkten Kontakt miteinander. Hier geht es immer auch um Gefühle und Bedürfnisse. Gelingende Beziehungen erfordern deshalb emotionale und soziale Kompetenz. Akzeptanz und Achtung voreinander sind hierbei wesentliche Grundpfeiler.

Was lernen Eltern über die Filme?

Mit den Filmszenen stärken wir die Dialog- und Beziehungsfähigkeit von Eltern. Die Filme zeigen, wie Eltern mit Kindern in schwierigen Situationen emotional und sozial kompetent reagieren. Sie zeigen, wie Eltern im Kontakt mit ihren Kindern bleiben und auf die Gefühle und Bedürfnisse verständnisvoll eingehen, statt sie zu kritisieren, zu ermahnen und sich in Machtkämpfen zu verstricken.

Haben Sie Fragen zum virtuellen Lernatelier Familie? Bitte wenden Sie sich an Christin Heuer.

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Elternabend an der evangelischen Schule Berlin Zentrum

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